DIE NÄCHSTEN TERMINE
Horst Herrmann in TV und Hörfunk
... und sein neues Buch
"Geheime Museen", in: arte 6. 3. 2008, 22. 50 Uhr
Exorzismus, in: SPIEGEL Online TV 10. 3. 2008
Mit dem Papst zurück ins Mittelalter? , in: SWR Quergefragt 19. 3. 2008, 20. 15 Uhr
Zölibat, in: SPIEGEL TV 6. 4. 2008, 22. 30 Uhr
Mobbing in Gottes Namen, in: WDR 5. 5. 2008, 22 Uhr
Ist Gott tot? , in: Welt der Wunder, 11. Mai 2008, 19 Uhr RTL II, 17. Mai 2008, 23. 05 Uhr ntv, 20. Mai 2008, 21. 05 Uhr ntv und 21. Mai 2008, 20. 05 Uhr ntv
Exorzismus, in: Lebenszeichen, 18. Mai 2008, 8. 20 Uhr WDR 5
Exorzismus, in: „Dellings Woche“, WDR 28. 5. 2008, 20. 15 Uhr
Folterexperten, in: WDR "Die Story", 8. September 2008, 22 Uhr
Reliquien, in: WDR 5 "Neugier genügt", 23. 9. 2008, 10.05-12 Uhr
Übrigens:
Gerade ist mein neues Buch erschienen, über das ich hier schon gesprochen habe:
AGNOSTIZISMUS. FREIES DENKEN FÜR DUMMIES
Lassen Sie sich von den "Dummies" nicht abschrecken. Sie werden schnell verstehen, warum ich dieses Buch für eines der wichtigsten halte, die ich geschrieben habe.
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MEINE WÖCHENTLICHE KOLUMNE
Ich muss nicht immer sagen, dass ich Benedikt XVI. für einen ganz schwachen Papst halte. Zustimmung finde ich zwar immer wieder hinter vorgehaltener Hand. Doch wird sofort auf die intellektuelle Stärke Ratzingers verwiesen. Er gilt zumindest dem deutschen Feuilleton als großer Theologe und Denker. Viele plappern diese sorgsam gelenkte Deutung nach.
Doch Hans Albert, der bedeutendste Vertreter des Kritischen Rationalismus, meinte soeben dazu: „Ein begnadeter Denker ist Ratzinger sicherlich nicht. In seiner Argumentation sind so viele elementare Fehler und Ungereimtheiten enthalten, dass man sich darüber nur wundern kann. Und was seine Theologie angeht, so haben - soweit ich sehe - viele seiner Fachgenossen erhebliche Bedenken gegen sie ... Ich habe bei Joseph Ratzinger keine klare Formulierung der Wahrheitsidee finden können.
Einer der gravierendsten Vorwürfe gegen das Denken dieses Papstes besteht darin, dass der Theologe Ratzinger hinter die Ergebnisse der historisch-kritischen Forschung seiner eigenen Zunft zurückfällt. Vor allem werden die Ergebnisse der Leben Jesu-Forschung von ihm nicht ernst genommen, zum Beispiel die eschatologische Deutung der Botschaft des Neuen Testaments.
Aber auch zahlreiche ‚handwerkliche‘ Fehler liegen vor: Was Ratzinger zum Beispiel zur Erläuterung des Trinitäts-Dogmas sagt, zeigt, dass er offenbar nicht in der Lage ist, elementare logische Zusammenhänge zu verstehen.“
Doch „rettet" der jetzige Papst nicht das Christentum? Hans Albert: „Er rettet es durch Deutungskunststücke, die man keinem Teilnehmer eines philosophischen Seminars durchgehen lassen würde. Besonders bedenklich finde ich seine Behandlung des Theodizeeproblems ...
Meines Erachtens lässt sich zeigen, dass die Ratzingersche Argumentation auf eine Einschränkung des Vernunftgebrauchs im Dienste seines Glaubens hinausläuft.“
Das Fazit: Wir sollten uns also, nach der nationalen Euphorie der ersten Zeit, davor hüten, Ratzinger für eine Ausnahmeerscheinung zu halten. Er bleibt ein sehr mäßiger Papst. Vorsicht also vor Legendenbildungen und Geschichtsklitterungen, die unser Verständnis und Gespräch in eine bestimmte Richtung lenken sollen.
Horst Herrmann
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